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DE LUDIBUS
- Römische Kinderspiele-

römische Spiele

Um eine richtige Römerin oder ein richtiger Römer zu werden, mussten sich die Kinder schon früh "im Spielen" übern. Die Erwachsenen waren schließlich für ihre Spielleidenschaft bekannt. Sie kannten eine Vielzahl von Unterhaltungsspielen, spielten allerdings meistens um Geld.
Diese Spiele brachten den ein oder anderen in beträchtliche, wirtschaftliche Schwierigkeiten. Aus diesem Grund wurden Gesetze eingeführt, die das Spielen um Geld nur noch im Monat Dezember gestatteten.

Die römischen Kinder waren da besser dran. Gerne spielten sie mit Nüssen und entwickelten zahlreiche phantasievolle Spiele und Spielregeln. Als Spielsteine dienten auch kleine bunte Steinchen, die sie in hübschen kleinen Dosen oder Beutelchen aufbewahrten. Mit diesen spielten sie Brettspiele, von denen uns zum Beispiel die bekannte "Mühle" überliefert ist.

Kleider

1. Tag
Um nach Art der römischen Kinder spielen zu können, mussten zunächst einmal Spielsteine, Würfel, Murmeln, Perlen und Tierfiguren hergestellt werden. Nachdem die Kinder der Spiele - Gruppe etwas über die "römischen" Spiele erfahren haben, machten sie sich mit viel Fantasie an die Arbeit und modellierten aus Ton die notwendigen Gegenstände.

2. Tag
Nachdem am ersten Tag Spielfiguren aus Ton hergestellt wurden, musste nun etwas her, worin die kleinen "Schätze" aufbewahrt werden können. Nach Art der Römer, die ihre Spielsteine und Talismänner immer in einem kleinen Lederbeutel bei sich trugen, fertigten wir am zweiten Tag der Römerwoche kleine Beutel an, die mit einem dünnen Lederband zu geschnürt werden können. Sobald die Beutelchen mit viel Mühe fertig genäht und teilweise schön verziert waren, widmeten wir uns der Herstellung kleiner Holzkreisel. 

Ein schönes Spielzeug, nicht nur für kleine Römer!!!

Kleine Holzscheiben wurden glatt gefeilt; durch ein Loch in der Mitte der Scheibe wurde ein runder Holzstab geschoben und an der unteren Seite spitz gefeilt. Fertig war der Kreisel, der am Schluss noch bunt bemalt werden konnte.

4. Tag
Heute wurden Mühlebretter aus Sperrholz zurecht geschnitten, an den Kanten glatt gefeilt und eine Mühleskizze auf die Holzplatte übertragen. Nüsse, Steine und Muscheln dienten als Spielsteine. Nachdem einige Partien dieses alt hergebrachten Spiels ausgetragen waren, lernten wir die römischen Zahlen kennen.

Mit viel Begeisterung wurden sogar schwierige Matheaufgaben gelöst. Vorher jedoch mussten wir uns erst einmal an die "neuen" alten Zahlen gewöhnen, die so ganz anders aussehen, als die Zahlen, die wir heute kennen,

Gewöhnungsbedürftig, aber machte allen mächtig Spaß!

Hier eine kleine Kostprobe:

L + L - X + IV + D - C -IV - CD + X - L = ??

Die Lösung findet ihr oben rechts

Während der Pause wurden die Kinder in das römische "OCRA" Spiel eingewiesen.

Die Mitspielenden sitzen in einem großen Kreis auf der Wiese.
In der Mitte des Kreises steht ein Tongefäß ("OCRA"). Jedes Kind hat 6 Walnüsse und nun wird der Reihenfolge nach versucht, die Walnüsse in dem Tongefäß zu versenken.

3. Tag
Römische Kinder haben sehr gerne mit Bällen gespielt, die mit Federn oder Haaren gefüllt waren.

Eine echt fedrige Sache war es denn auch, als die Kinder der Spiele - Gruppe heute den römischen Kindern gleich taten.

In ein etwa 30 x 30 cm großes Stoffstück wurden so viele Federn gestopft, bis es prall gefüllt war. Die Ecken wurden dann von einer Person fest zusammen gehalten, eine 2. Person umwickelte den Stoff noch fester mit einer Schnur, die dann verknotet wurde. Die heraus ragenden Stoffenden wurden dann kurz abgeschnitten.

Schmuck

Kochen

Spiele

Theater / Masken

Theater / Pantomime

Rahmen-
handlung